Universitäten von Mallorca
Die „Universitat de les Illes Balears” (katalanisch), ist Mallorcas einzige Universität. Sie wurde vor 29 Jahren gegründet und hat aktuell 15.500 Studenten. Die Uni verfügt über 50 verschiedene Studiengänge aus den Bereichen Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften, Technik, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Event-Management sowie dem Gesundheitswesen. Der Hauptcampus liegt in Palma, es gibt aber weitere zugehörige Universitätsgelände auf Menorca, Ibiza und Formentera. Auf Mallorca selbst, gibt es außerdem private Bildungseinrichtungen, die in Kooperation mit spanischen Hochschulen Studiengänge anbieten, die mit dem Bachelor oder Master abschließen.
Escola Superior Balear ESB
So beispielsweise die „Escola Superior Balear ESB“. Dort kann man Grafik-, Produkt- und Modedesign studieren. An vielen Sprachschulen kann man Sprachkurse besuchen um Spanisch zu lernen. Die Umstellung auf die einheitlichen Bologna Abschlüsse Bachelor, Master und Doktor ist auch in Spanien noch im Prozess, eine finale Etablierung soll aber bis 2010 erfolgt sein. Zwischen Deutschland und Spanien gibt es außerdem bereits seit 1994 ein Abkommen, dass die gegenseitige Anerkennung von Hochschulabschlüssen sicherstellt. Die offizielle Anerkennung des jeweiligen deutschen Schul-, Arbeits- oder Hochschulabschlusses ist in Spanien zu beantragen. Die entsprechenden Formulare sind bei der spanischen Botschaft oder einem Generalkonsulat zu bekommen und ausgefüllt in der Bildungsabteilung der spanischen Botschaft einzureichen.
Beginn des Studiums auf Mallorca
Für die Anerkennung der ausländischen Abschlüsse wird eine Gebühr fällig. Die Höhe richtet sich nach Ausbildungsart und Abschluss. Sie wird bei Antragstellung fällig. Beim spanischen Bildungsministerium erhält man weitere Informationen zur Gebührenerhebung. Es ist wichtig, sich bereits vor Beginn des Studiums auf Mallorca darüber zu informieren, in wieweit Studienleistungen gegenseitig anerkannt werden, wenn das Studium in einem Land begonnen, und im anderen beendet werden soll. Das Studium an einer spanischen Universität ist der Schule sehr viel ähnlicher, als das an einer deutschen Uni. Frontalunterricht ist ein Hauptmerkmal. Die Studenten sind angehalten, mitzuschreiben und Literatur vor- und nachzuarbeiten. Referate, Seminare und Hausarbeiten sind unüblich. Interaktives, wissenschaftlich orientiertes Arbeiten tritt in den Hintergrund. Dies gilt sowohl für das Grund- als auch für das Hauptstudium. Kurse werden am Semesterende mit einer Prüfung, nicht mit Hausarbeiten abgeschlossen. Auch zum Erhalt des akademischen Titels wird häufig keine umfassende Ausarbeitung verlangt. Auch in Spanien gibt es Studiengebühren. Zurzeit liegen die Studiengebühren zwischen 500 Euro und 850 Euro pro Studienjahr. Hochschulen, an denen man keine Studiengebühren zahlen muss, gibt es nicht. Außerdem entstehen natürlich auch Kosten für Arbeitsmaterial und Bücher. Eine Wohnung plus das Nötige Mobiliar muss ebenfalls finanziert werden. Zusätzlich fallen Kosten für Versicherungen, Bekleidung, Lebensmittel, Fahrten nach Hause, und Freizeit an.
Orientiert man sich an den Erfahrungen von Studierenden in Palma, sind ohne Studiengebühren rund 700€ pro Monat einzurechnen. In den Universitätsnahen Studentenwohnheimen zu wohnen, ist die günstigste Möglichkeit. Das Antragsformular ist bei der Hochschule anzufordern. Das wohnen dort ist aber nicht mit den Studentenwohnheimen in Deutschland zu vergleichen, es ähnelt eher einem Hotelaufenthalt. Es gibt Ein- bis Vierbett-Zimmer mit Halb- oder Vollpension. Auch die Bettwäsche wird gewaschen. Die Miete beträgt ca. 500€ im Monat. Die Mietpreise auf dem freien Wohnungsmarkt belaufen sich auf 240-300€. Auf Grund der BAföG-Gesetze, kann man für ein Auslandsstudium innerhalb der EU und der Schweiz von Beginn an, bis zum Ausbildungsabschluss BAföG beantragen. Die Förderungsvoraussetzungen entsprechen im Grunde denen in Deutschland. Um in Spanien studieren zu können, wird das Abitur voraus gesetzt. Außerdem ist eine Zulassungsprüfung abzulegen. Diese Prüfung kann man bereits in Deutschland ablegen. Zwei Mal im Jahr, gibt es in Berlin dazu die Möglichkeit. Die Prüfung besteht aus zwei Teilen. Die erste Aufgabe dreht sich um Sprachkenntnisse und das Allgemeinwissen.
Kategorie Naturwissenschaften werden Mathe, Chemie, Physik
Es muss ein spanischer Text analysiert und kommentiert werden. Zudem wird eine Fremdsprache geprüft. Der zweite Aufgabenteil ist aus verschiedenen Fachrichtungen zu wählen. In der Kategorie Naturwissenschaften werden Mathe, Chemie, Physik, Biologie und technisches Zeichnen geprüft. Oder, falls man sich für die Kategorie Geistes- und Sozialwissenschaften entscheidet, stellt man sich Fragen zu Literatur, neuer Geschichte, Griechisch, Latein, Kunstgeschichte, Philosophie und Mathe. Zu Beginn der Prüfung sind aus jeder Kategorie 3 Fächer auszuwählen. Die Abschlussnote setzt sich zu 40% aus der Prüfung, und zu 60% aus der Abiturnote zusammen. Bei Nichtbestehen, kann die Prüfung bist zu 3 Mal wiederholt werden. Um die Gesamtnote zu verbessern, kann man die Prüfung beliebig oft wiederholen.

